The Game Awards, eine jährliche Preisverleihung für Spiele, hat Horizon: Zero Dawn für den Titel „Game of the Year 2017“ nominiert.

Quelle: Eigener Screenshot durch Fotomodus

Seit 2014 verleiht The Game Awards Preise für Spiele in verschiedenen Kategorien, beispielsweise Game of the Year, Best Art Direction und Best Action Adventure und noch viele mehr. Produzent für diese Veranstaltung ist Geoff Keighley, welcher bis 2013 als Videospieljournalist für den Vorgänger, Spike Video Game Awards, gearbeitet hat.

Nach der Nominierung verschiedener Spiele des jeweiligen Jahres findet die Abstimmung Online auf der Homepage statt, sodass jeder mit Internetzugang daran teilnehmen kann. Die Preisverleihung selbst wird weltweit kostenlos Internet übertragen und ist auf fast allen Endgeräten abspielbar. Dieses Jahr findet die Verleihung am 07.Dezember statt und einige berühmte Schauspieler, wie Norman Reedus, bekannt als Daryl Dixon aus The Walking Dead, und Andy Serkis, welcher Euch sicher aus Der Herr der Ringe als Gollum bekannt ist, treten dort als Moderator der Show auf.

Das postapokalyptische Open-World Actionrollenspiel Horizon: Zero Dawn entwickelt und herausgebracht von dem niederländischen Entwicklerstudio Guerilla Games wurde für folgende Kategorien nominiert:

  • Best Art Direction
  • Best Narrative
  • Best Action Adventure
  • Game of the Year

Hierbei ist der Preis für Game of the Year natürlich der Wichtigste und nun stellt sich natürlich die Frage, was das Spiel so besonders macht, dass es hierfür nominiert ist und warum es den Titel auch gewinnen könnte.

Horizon: Zero Dawn ist, wie bereits erwähnt, ein postapokalyptisches Open-World Actionrollenspiel mit Third-Person-Ansicht. Man schlüpft in die Rolle der Protagonistin Aloy, eine junge Frau von dem Volk der Nora, welche von Geburt an als Ausgestoßene gelebt hat und durch einige Umstände sich nun auf den Weg durch die Welt macht, um Fragen zu ihrer Vergangenheit zu beantworten.
Auf dem Weg, durch die Welt lauern viele Gefahren. Angefangen von den tierähnlichen Maschinen, die nun neben den Menschen die Welt bevölkern und diese auch angreifen. Aloy selbst ist Maschinenjägerin und Eure Aufgabe ist es unter anderem, die Maschinen zu töten und auseinander zu nehmen um Loot zu bekommen, mit dem ihr dann Munition herstellen könnt.
Dabei ist bei den Kämpfen gegen die Maschinen, mit Hilfe von Pfeil und Bogen und im Nahkampf dem Speer, nicht sinnloses schießen oder draufschlagen der richtige Weg. Denn je nach Gegner, die sowohl groß als auch klein und schnell sein können (davon mal abgesehen, dass einige fliegen können), ist ein taktisches Vorgehen wichtig. Hinzukommt, dass man im Laufe des Spieles andere Waffen bekommen und diese individuell modifizieren kann, was eine bestimmte Taktik je nach Gegner möglich macht und somit das Kämpfen erleichtert.

Neben den Maschinen gibt es auch noch Menschen, zum Beispiel Banditen, gegen die man kämpfen muss. Diese tauchen nicht nur in ihren Lagern auf, sondern können Euch einfach in der Wildnis als Gruppe überraschen.
Bei der Reise durch die Open World passiert es auch mal, dass freundlich gesinnte Menschen von Maschinen angegriffen werden oder auf der Jagd sind, denen könnt ihr dann helfen, müsst ihr aber nicht. Dies macht, unabhängig von den Quests, die Spielewelt interessant und füllt diese auch.

Der Schwierigkeitsgrad, für viele von Euch nicht unerheblich, reicht von Story-Modus, in welchem man kaum kämpfen muss und nur die Story entdeckt bis hin zu Ultraschwer, wo nicht nur die Gegner stärker werden, sondern auch die Heilungsitems rar sind.
Wichtig ist zu wissen, dass unabhängig vom Schwierigkeitsgrad, die Effektivität Eurer Angriffe gegen Maschinen, welche ihr oft getötet habt, abnimmt, da die Maschinen eine bessere Panzerung bekommen. Es ist also eine Art der evolutionären Anpassung an die Tatsache, dass ihr durch die Welt lauft und um euch schießt.

Typisch für ein Open-World-Spiel sind nicht nur viele Quests, sondern auch Sammelobjekte. Für den einen oder anderen ist dies ein wichtiger Bestandteil eines solchen Spiels und das bietet auch Horizon: Zero Dawn. Von Metallblumen, dessen Sinn man nicht versteht, aber man tolle Belohnungen für bekommen kann, bis hin zu Panoramen, die etwas von der Vergangenheit zeigen, sowie viele Audio- und Textdateien der Vergangenheit und Schriften der Geschichte der Völker, die nun, zur Zeit Aloys, die Welt bevölkern, kann man einiges sammeln.

Frozen Wilds, das DLC, welches am 07.11 erschienen ist, bietet eine tolle Erweiterung des Spiels um eine neue Story, einen neuen Weltabschnitt und neue Maschinen, welche definitiv sehr gefährlich sind, weshalb man das Add-on-Gebiert erst am Level 30 betreten sollte.

Wiederspielwert: Durch die lange, sehr interessante Story mit vielen Quests und tollen Nebencharakteren, bekommt man definitiv Lust das Spiel noch einmal zu spielen. Viele Dinge entdeckt man wieder, aber auf andere Art und Weise und es ändert sich auch die Strategie, mit der man an die Kämpfe rangeht, da man mehr Erfahrung hat und sich traut auch mal etwas Anderes auszuprobieren.

Ein kurzer Anriss zur Story: Die Geschichte, die sich ausgedacht wurde, ist komplex und man hätte viele Plottwists nicht erwartet.
Meine persönliche Meinung: eine sehr gut durchdachte Geschichte, über die ich sehr viel nachgedacht habe und die einen dazu anregt, sich über die Zukunft Gedanken zu machen.

 

Neben Horizon: Zero Dawn ist auch The Legend of Zelda: Breath of the Wild für den Preis des Game of the Year nominiert. Hier wollte ich einen Vergleich anführen, nicht nur, weil beide im März erschienen sind, sondern auch weil es sich bei beiden Spielen um ein Open-World-Videospiel handelt und sie auch öfter miteinander verglichen wurden.

Ein Vorteil den Zelda hat, ist natürlich, dass die Fangemeinde sehr groß ist und seit Jahren besteht. Dadurch war der Andrang das Spiel zu kaufen und zu spielen grundsätzlich größer gewesen als bei Horizon: Zero Dawn. Ein weiterer Aspekt, den man aber nicht ignorieren kann, ist der zeitgleiche Release von der Nintendo Switch, wofür das Spiel geportet wurde. Der Reiz das Spiel, wie seine Vorgänger, unterwegs spielen zu können, aber auch einfach Zuhause den Fernseher anzumachen und das Spiel in seiner vollen Pracht zu erleben, war ebenfalls ein Anreiz zum Kauf.

Meiner Meinung nach jedoch unterscheidet sich The Legend of Zelda: Breath of the Wild nicht nur in offensichtlichen Aspekten von den Vorgängern, sondern die Spielmechanik ändert auch das komplette Spielgefühl. Ich finde es toll, dass man seinen Weg so gehen kann, wie man will und theoretisch sogar direkt zu Ganon gehen kann und nicht alle Missionen erledigen muss. Jedoch empfinde ich die Open-World, vor allem im Vergleich mit Horizon: Zero Dawn, als sehr leer und triste. Beispielsweise die Pferdeställe waren im Laufe des Spiels alle sehr ähnlich und man konnte kaum Unterschiede erkennen. Dasselbe trifft auch auf die Schreine zu, auch wenn es viele verschiedene Rätsel gab, wo manche auch sehr anspruchsvoll waren, war es bei der großen Anzahl der Schreine nicht möglich alles einzigartig zu gestalten. Ich selbst hätte mir da weniger Schreine gewünscht und dafür unterschiedlichere Prüfungen. Ebenso die gefühlt unendliche Suche nach den Krogs, hat nicht sehr viel Abwechslung geboten und hat damit den Anreiz des Sammelns für mich verpasst.
Im Großen und Ganzen, mag ich The Legend of Zelda: Breath of the Wild sehr gerne, weil ich die Spielumsetzung mit dem Aspekt der Open-World persönlich besser finde als bei den Vorgängern, auch weil mir die Steuerung sehr gut gefällt. Jedoch empfinde ich auch die Tatsache, dass die Waffen kaputtgehen und man sich immer wieder neue suchen muss, nicht als sehr taktisch ausgelegt. Ich selbst kämpfe natürlich nicht immer taktisch, finde es aber gut, wenn man sich seine eigene Strategie überlegen und anwenden kann, ohne darauf zu achten, was man gerade an Waffen da hat.

Zusammenfassend ist zu sagen, dass Horizon: Zero Dawn, vor allem im Vergleich mit The Legend of Zelda: Breath of the Wild, die Nase für mich in vielen Punkten vorne hat und ich es immer vorziehen würde, auch wenn ich das Gameplay von Zelda genossen habe.
Abschließend könnt ihr euch eure eigene Meinung bilden, und falls ihr die Spiele nicht gespielt habt, vielleicht habt Ihr jetzt den Anreiz dazu!

Nun können wir nur noch nur zur Übertragung von The Game Awards schalten und schauen, was die Mehrheit der Leute entschieden hat.

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